Die zukünftige Trinkwasserversorgung im Behringer Versorgungsgebiet

Der Zweckverband „Mittleres Nessetal“ beschäftigt sich seit längerer Zeit mit der Wasserqualität der eigenen Brunnen in Behringen und Reichenbach. Trinkwasser ist ein hohes Gut und für Mensch und Tier auch ein sehr wichtiges Lebensmittel. Die Qualität des Trinkwassers wird daher auch sehr genau und regelmäßig von unseren Lebensmittelbehörden kontrolliert. So wurde festgestellt, dass sich bestimmte Grenzwerte (hier der Sulfatgehalt) in der Vergangenheit so veränderten, dass eine weitere Betriebserlaubnis für unsere eigenen Brunnen, zukünftig versagt werden muss.

Die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger ist natürlich nicht gefährdet, da der Verband rechtzeitig eine alternative Wasserversorgung umsetzen wird. Derzeit versorgt überwiegend der Reichenbacher Brunnen die Gemeinden Craula, Reichenbach, Tüngeda, Behringen und Wolfsbehringen. Dieser Brunnen liefert einwandfreies Wasser. Jedoch allein mit dem Reichenbacher Brunnen kann der Zweckverband nicht zuverlässig versorgen. In der vergangenen Verbandsversammlung des Zweckverbandes Mittleres Nessetal beschlossen daher die Verbandsräte eine Umstellung der Wasserversorgung für Craula, Reichenbach, Tüngeda, Behringen und Wolfsbehringen auf das Fernwasser der Ohra, also auf das so genannte weiche „Gothaer Wasser“. Fernwasser aus der Ohratalsperre bei Luisental bezieht unser Zweckverband bereits seit 1992 für die Mitgliedsgemeinden des Landkreises Gotha und über den Gothaer Wasser und Abwasserzweckverband.

Für 2016 ist die Planung der zukünftigen Wasserversorgung bis zur Ausführungsplanung vorgesehen. Die Durchführung soll, vorbehaltlich der wirtschaftlichen Situation des Verbandes, in den Jahren 2017 und 2018 erfolgen. Es wird eine stärkere Wasserleitung von Sonneborn bis nach Friedrichswerth verlegt. Von Friedrichwerth bis zum Brunnenanschluss Behringen erfolgt danach die Versorgung mit Fernwasser.

Es wird kein Mischwasser aus Behringer bzw. Reichenbacher Wasser und Gothaer Wasser geben und nach Aussage der Fachleute gibt es auch keinerlei Probleme bei dieser Umstellung von hartem, sehr kalkhaltigem Wasser auf das weiche Wasser. Hierzu gibt es entsprechende technische Verfahren, die diese Umstellung begleiten werden.

 

Bernhard Bischof
Bürgermeister