Klimawandel wird sichtbar und stellt Forschung und Umweltbildung vor große Herausforderungen

Ende 2019 ist der Nationalpark Hainich 22 Jahre alt geworden. Ähnlich wie in den Vorjahren konnten zahlreiche Projekte und Maßnahmen erfolgreich realisiert, Besuchern der Nationalpark näher gebracht und für die Welterberegion Wartburg Hainich geworben werden. Das vergangene Jahr war aber in einer Hinsicht ein Besonderes: Der Klimawandel ist im Nationalpark augenfällig angekommen, mit noch unabsehbaren Auswirkungen auf seine Arten und Lebensräume.

Es sind bisher nur wenige Prozent der Waldfläche des Nationalparks von starken Blattverlusten bis hin zum Totalausfall gerade bei älteren Buchen betroffen. Und es ist für einen Nationalpark ohne Forstwirtschaft und dem Motto „Natur Natur sein lassen“ grundsätzlich kein Problem, wenn Einzelbäume oder sogar ganze Bestände absterben. „Aber“, so Nationalparkleiter Manfred Großmann, „2019 hat deutlich gezeigt, dass auch ein strenges Schutzgebiet wie der Nationalpark Hainich den gravierenden Auswirkungen von außen ausgesetzt ist, sei es beim Klimawandel oder beim Insektensterben. Das sollte für uns alle zugleich Mahnung und Aufforderung sein, den umfassenden Schutz unserer Lebensgrundlagen für uns und nachfolgende Generationen zu gewährleisten.“

Die Vorstellung der gesamten Jahresbilanz 2019 des Nationalparks Hainich gibt es hier >>