Bebauungsplan:

Ein Bebauungsplan (B-Plan) bezieht sich immer auf ein genau festgelegtes Gebiet und wird von einer Gemeinde als Satzung beschlossen. Diese Satzung besteht aus einem ausführlichen Textteil, der alle Festsetzungen des Bebauungsplans genau beschreibt und einem oder mehreren Planwerken, in denen die Festsetzungen graphisch dargestellt werden. Im Bebauungsplan sind für den Hausbau unter anderem Geschossflächen- und Grundflächenzahl, Anzahl der gestatteten Vollgeschosse und die Bauweise, aber auch Baulinien, Baugrenzen und Bebauungstiefe festgelegt. Dazu kommen oft er-gänzende ortsgestaltende Auflagen durch Satzungen der Gemeinde, die etwa Dachformen, Farben, Materialien oder gar bestimmte Haustypen fordern oder verbieten.
Allgemein gilt: Was im Bebauungsplan nicht geregelt ist, kann frei bestimmt werden, insofern es sich in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt.
Weiter kann ein B-Plan Angaben über Stellplätze für PKW, Spielplätze, Grünanlagen, unbebaubare Flächen, Lage von Versorgungsleitungen, Stellflächen für Mülltonnen und Flächen für besondere Nutzung, wie z.B. Gewerbe, enthalten.

Flächennutzungsplan:

Der Flächennutzungsplan ist ein vorbereitender Bauleitplan, der keine direkte Rechtskraft für den Bürger entfaltet, sondern für Behörden verbindliche Hinweise zur Entscheidung über Genehmigungen von Vorhaben oder den Inhalt von Bebauungsplänen gibt.

Abrundungssatzung:

In einer Abrundungssatzung werden Grenzen für den im Zusammenhang bebauten Ortsteil festgelegt. Es besteht nicht für jeden Ortsteil eine Abrundungssatzung. Flächen die sich außerhalb der Abrundungssatzung befinden, werden als Außenbereich bezeichnet. Im Außenbereich ist ein Vorhaben nur zulässig, wenn öffentliche Belange nicht entgegen stehen, die ausreichende Erschließung gesichert ist und es sich um ein privi-legiertes Vorhaben wenn Außenbereich handelt.

1. eingeschossige Gebäude mit einer Brutto-Grundfläche bis zu 10m², außer im Außenbereich
2. Garagen einschließlich überdachter Stellplätze mit einer mittleren Wandhöhe bis zu 3m und mit einer Brutto-Grundfläche bis zu 40m², außer im Außenbereich
3. Terrassenüberdachungen mit einer Fläche bis zu 30m² und einer Tiefe bis zu 3m, außer im Außenbereich

beispielsweise folgende Anlagen in Gärten und zur Freizeitgestaltung:
1. Schwimmbecken mit einem Beckeninhalt bis zu 100m³ einschließlich dazugehöriger luftgetragener Überdachungen, außer im Außenbereich

beispielsweise folgende Werbeanlagen:
1. Werbeanlagen mit einer Ansichtsfläche bis zu 1m², außer im Außenbereich

Falls die Scheune nicht denkmalgeschützt und freistehend ist, braucht bei der Bauaufsicht kein Antrag gestellt werden.
Auch die Gemeinde muss nicht informiert werden.
Das Vorhaben ist gemäß § 63 Absatz 3 Thüringer Bauordnung (ThürBO) verfahrensfrei.
Für die Einhaltung der öffentlich-rechtlichen Vorschriften ist der Grundstückseigentümer verantwortlich.

Unter einem Ausbau versteht man die Herstellung, Erweiterung, Verbesserung und Erneuerung von öffentlichen Verkehrsanlagen, wie Straßen, Wege, Plätze, Gehwege und Grünanlagen.
Ein Beitrag entsteht dann, wenn eine derartige Maßnahme durchgeführt wird und die Anlage sich in der Baulast der Gemeinde befindet.

Nach § 6 Absatz 7 Ziffer 1 Thüringer Bauordnung ist die Errichtung einer Garage mit einer mittleren Wandhöhe bis 3 Meter und einer Gesamtlänge je Grundstücksgrenze bis zu 9 Meter ohne einzuhaltende Abstandsflächen möglich.

Nach § 36 Absatz 2 Satz 2 Baugesetzbuch gilt das Einvernehmen der Gemeinde als erteilt, wenn sie den Antrag nicht 2 Monate nach Eingang des Ersuchens der Genehmigungsbehörde ablehnt.
Nach Ablauf dieser Frist gilt auch die Baugenehmigung als erteilt.
Der Antragsteller kann dann also ohne "grünen Stempel" bauen.