Die im Thüringer Wartburgkreis gelegene Gemeinde Hörselberg-Hainich bildet das Tor zum Nationalpark Hainich. Verwaltungssitz ist der Ortsteil Behringen, dessen erste urkundliche Erwähnung 776 - 815 war.Weymouthskiefer Behringen

Die Großenbehringer Kirche - "Martin Luther Kirche" - wurde 1846 auf den Grundmauern der alten Kirche erbaut. Die Kirche in Oesterbehringen entstand in den Jahren 1689 - 1692 im Barockstil. Ein Name für diese Kirche wurde nicht überliefert. Im Ortskern steht das 1547 von Johann Friedrich von Wangenheim im Renaissancestil erbaute Großenbehringer Schloss mit einem fünfseitigen Erker. Das Inspektorenhaus in Behringen wurde im Jahre 2001 restauriert. Es beherbergt das Heimatmuseum und die Gemeindebibliothek.

Der Ortsteil Wolfsbehringen ist am Fuße des Kindels gelegen und wurde urkundlich erstmals zwischen 775 und 786 erwähnt. Nach Überlieferungen stammt der Name Wolfsbehringen entweder von einem Herrn Wolf von Bahrungen ab, der hier die erste Anlage gebaut haben soll, oder aber von vielen Wölfen, die sich im Kindelwald aufgehalten haben sollen.

Das sogenannte "Sackdorf" weist alte Mauern und kleine verwinkelte Gassen mit idyllischen Plätzen auf. Hier findet man liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser. Das im Dorfzentrum befindliche Bürgerhaus ist ein sehr altes Fachwerkhaus, das im Zuge einer Dorferneuerungsmaßnahme im Jahr 1998 neu gestaltet wurde und eine Begegnungsstätte für Jung und Alt ist.

Reichenbach ist ein klassisches Reihendorf und liegt zwischen dem Höhenzug der Harth in Richtung Bad Langensalza und dem Nationalpark Hainich. Im Jahr 1160 wurde der Ort erstmals unter dem Namen "Richenbac" erwähnt.

Die ältesten Gebäude Reichenbachs gruppieren sich im Bereich von Kirche, ehemaliger Schule und dem Schulanger. Eines davon ist die Dorfkirche. Sie wurde im Jahr 1627 auf den alten Grundmauern des beginnenden 13. Jahrhunderts neu aufgebaut. Sie steht, wie auch einige andere Häuser, unter Denkmalschutz.

Craula Anger

Craula – die Pforte des Nationalparks Hainich – wurde erstmals im Jahr 1280 als „CROWELO“ erwähnt. Die Landschaft um den Ortsteil Craula wird durch die Berge und Täler des Hainich bestimmt. Der höchste Punkt ist der Alte Berg mit 439,9 m ü NN. Das Dorf war mit einfachen Befestigungsanlagen umgeben, die Bewohner hatten eine undurchdringliche Hecke gepflanzt, die sie vor der Entdeckung durch Feinde schützte. Erst gegen Ende des 30jährigen Krieges wurde Craula verwüstet. Das Dorf ist ein Angerdorf mit vorrangigen Vierseitenhöfen, die heute noch den Ortskern prägen. Ebenso ist die Steineinfassung des alten Angers von 1584 erhalten. Die im Mittelalter errichtete Kirche steht mitten im Dorf und wurde im Jahr 1604 umgebaut. Durch den Anbau von Färberwald und vorwiegende Schafzucht entstand eine eigene Kulturlandschaft, die Wachholderheide. Auf den Hügeln der Heide stand ehemals eine Sprungschanze, die 1955 nochmals von Handwerkern des Dorfes erneuert und in den damaligen Wintern auch genutzt wurde.

Heute ist der Wachholderhög ein geschützter Naturraum mit Geheimtippcharakter. Im Ortszentrum erinnert der Waidmühlenstein an den bis 1618 in Craula nachweisbaren Waidanbau. Neben der kleinen Kirche ist das renovierte Pfarrhaus als Fachwerkbau erhalten und wird u.a. als Herberge genutzt. Craula ist noch immer landwirtschaftlich geprägt und setzt auf sanften Tourismus.

Mit der direkten Lage am Nationalpark Hainich und die Nähe zum UNESCO-Weltnaturerbe ist Craula ein idealer Ausgangspunkt für Natur- und Nationalparkfreunde. Es gibt Ferienunterkünfte mit ca. 60 Betten, die vorrangig von Familien und Wanderern sehr gut gebucht werden. Lohnende Wanderziele sind der Baumkronenpfad, das Ihlefeld mit der Betteleiche, die Wachholderheide, das Craulaer Kreuz (eines der bekanntesten Sühnekreuze des Hainich), die Turnerbank (1928 vom Turnverein Craula aufgestellt), die Eiserne Hand u.v.m., auch Bad Langensalza und Eisenach sind von Craula gut zu erreichen.

Das kulturelle Leben wird von den vielfältigen Vereinen im Dorf organisiert, dazu zählen der Schützenverein, die FFW, der Landfrauenverein, die Elterngruppe „Spielplatz“, die Tanzgruppe und die Malgruppe.

 

Veranstaltungen 2020

26.04. 25jähriges Jubiläum Landfrauenverein Craula

Mai Traditionsfeuer FFW Craula

23.05.2020 Kinderfest, Elterngruppe Spielplatz

28.06.2020 Kreativmarkt

01.-02.08.2020 30 Jahre Schützenverein - Schützenfest

09.10. Traditionsfeuer Landfrauenverein Craula

17.10. Veranstaltung 10 Jahre Linedance Craula

06.-08.11.2020 Kirmes , Kirmesgesellschaft

20.-21.11.2020 Nachkirmes, Kirmesgesellschaft

06.12. Märchenaufführung durch die Landfrauen und Kinder

 

 

Craula ist idealer Ausgangspunkt für viele Rad- und Wanderwege im Nationalpark Hainich (ab Wanderparkplatz Craulaer Kreuz)

-Rundwanderweg Sperbersgrund 5,5 km

-Wanderweg Craulaer Kreuz 7,5 km

-Thüringer Urwaldperle Welterbepfad 9,5 km

-Pilgerweg Via Porta

-Lutherweg

-Hainichlandweg

-Rennstieg

-Radroute Gelbe Route nach Creuzburg oder Bad Langensalza

-Radroute Rote Route nach Mühlhausen

-Nationalpark Rundradweg

Im Winter lockt neben den zahlreichen Wanderwegen auch der Rodelhang nahe dem Wachholderhög Besucher nach Craula.

 

 

 

Der östlichste Ort des Wartburgkreises ist Tüngeda, der gleichzeitig mit der urkundlichen Erwähnung von 774 das älteste Dorf der Gemeinde ist.Es liegt 288 m über NN.

Zwei Attraktionen hat Tüngeda zu bieten: eine um 1840 erbaute und einzige Bockwindmühle im Umkreis, die von 1984 – 1987 rekonstruiert wurde und jährlich zum Mühlentag unter sachkundiger Führung besichtigt werden kann.

Zum anderen findet man in einer historischen Parkanlage ein „Märchenschloss“. Dieses prunkvolle Schloss wurde 1582 von Hartmann von Wangenheim erbaut und diente früher als Rittergut.

 

 

Der Ortsteil Hütscheroda liegt unterhalb des Kindels in idyllischer Lage. Der Ort wurde bereits durch jährlich wiederkehrende Bildhauersymposien bundesweit bekannt. Man gab ihm deshalb den Namen „Kunstdorf am Hainich“. 1990 wurde das dortige ehemalige Herrenhaus restauriert und dient jetzt als Hotel mit einer Kapazität von 70 Betten und einer Gaststätte. Hier finden laufend Seminare, Feste, u.a. Rittermahle, und auch Gemäldeausstellungen statt. Das alte Rittergut wurde bereits 1305 erstmals als Schafstall mit Wohngebäude erwähnt. 1587 baute es Bernhard von Wangenheim zum Wohnsitz um.

BeuernfeldDer Ortsteil Beuernfeld wurde erstmals im Jahre 1269 erwähnt. Als einer der kleineren Ortsteile der Gemeinde hat sich Beuernfeld in den letzten Jahren mehr und mehr zum beliebten Wohngebiet für "Häuslebauer" entwickelt. Mit seiner landschaftlich schönen Lage direkt am Nationalpark Hainich bietet Beuernfeld eine sehr angenehme Wohngegend.

Nach Beuernfeld gelangt man über die L2113, die bei Großenlupnitz von der B84 abzweigt und paralell zum Fluß Böber durch den Ort weiter nach Bolleroda führt.

 

 

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Der Ortsteil Bolleroda, der malerisch an der Böber gelegen ist, wurde bereits im Jahr 1170 in den Urkunden der Markgrafen von Meißen und der Landgrafen von Thüringen erwähnt. 

Seine Lage direkt am Nationalpark Hainich machte den bäuerlich geprägten Ort in den letzten Jahren immer mehr zu einer ruhigen Wohngegend mit vielen Möglichkeiten zum Rückzug vom hektischen Alltag.

Peter und Paul Kirche

Großenlupnitz beging im Jahr 2004 sein 1225-jähriges Ortsjubiläum.

Die ersten urkundlichen Erwähnungen ab 779 weisen auf einen (vielleicht sogar den) geschichtsträchtig(s)ten Ortsteil der Gemeinde Hörselberg-Hainich hin.

Im Ortskern des von Nesse und Böber durchflossenen Ortes mit zahlreichen unter Denkmalschutz stehenden Häusern, findet man unter anderem die Peter und Paul Kirche, den Kindergarten „Kinderarche“, sowie die Gasthäuser „Zur Sonne “ und „Zur guten Quelle“.

Mit seiner landschaftlich schönen Lage in der Nähe des Hörselberges und des Nationalparks Hainich, mit Blick auf die Wartburg, sowie der guten Verkehrsanbindung über die BAB4, B84, K2a und die L2113 bietet Großenlupnitz eine angenehme und verkehrstechnisch sehr gut angebundene Wohngegend.

WenigenlupnitzUrkundlich erwähnt wurde der Ortsteil Wenigenlupnitz erstmals im Jahr 779.

Zahlreiche ortsansässige Vereine, unter anderem Kirmesverein, Sportverein sowie Männer- als auch Frauenchor, bieten über das Jahr verteilt eine Vielzahl kultureller Veranstaltungen und tragen somit zum vielfältigen und abwechslungsreichen Gemeindeleben bei.

Steinkreuz in MelbornDer Ortsteil Melborn liegt am Nordausläufer des Hörselberges landschaftlich reizvoll gelegen und wird von der Nesse durchflossen. Die dort lebenden Einwohner haben entweder schon seit einigen Generationen oder auch erst durch Zuzug in das Wohngebiet ihren Platz im Ort gefunden.

Die Dorfgemeinschaft organisiert unter anderem in jedem Jahr ein traditionelles „Wiesenfest“.

 

Zentral im Dorf befindet sich die St. Margareten Kirche.

 

Der Ort wird durch die L2113 mit den in der näheren Umgebung gelegenen Städten Eisenach und Gotha verbunden.

 

Ettenhausen tino sielandDie Ortsteile Ettenhausen/Nesse und Melborn befinden sich in der idyllischen Lage des Hörselberges und werden von der Nesse durchflossen.

Eine im Nessetal - und auch in Ettenhausen - typische Pflanze ist die Brunnenkresse, ein Wassergewächs, das am besten in klarem, fließendem Wasser bei Temperaturen von 8°-9° C gedeiht. Aufzeichnungen nach wurde die Brunnenkresse von Frankreich aus in Thüringen eingeführt.

Durch unter den Hörselbergen befindliche Klüftungen sickern Wassermengen der Hörsel durch den Berg und gelangen im Nessetal als Quellen wieder hervor, die eine gleichmäßige Temperierung des Wassers ermöglichen. Dies stellt eine gute Bedingung für die Anlage von Brunnenkresseteichen dar. Heute können die Kresseteiche in voller Pracht wieder besichtigt werden.

Im Ortskern von Ettenhausen/Nesse befindet sich die Magdalenenkirche. Zentral im Dorf Melborn befindet sich die St. Margareten Kirche.

Am 7.12.2015 wurde im OT Ettenhausen der Dorfverein Ettenhasuen e.V. gegründet, der zahlreiche Veranstaltungen durchführt. Darunter zählen das Maibaumstellen, das Kinderfest, das Oktoberfest und auch das traditionelle Adventstreffen. Die Dorfgemeinschaft freut sich immer wieder auf die Festlichkeiten. 20016 baute der Dorfverein mit Hilfe von Fördermitteln die Grillhütte in Eigenleistung als Vereinshaus aus.

Das Melborner Wiesenfest gibt es seit 2001. Immer zum Ende der Sommerferien trifft sich die Dorfgemeinschaft auf der Festwiese, und verbringt dort ein lustiges Wochenende. Los geht`s am Freitag mit dem Fackelumzug durch das Dorf. Bei Livemusik und guter Laune geht es am Samstagabend in das Festzelt. Am Sonntag klingt das Fest nach dem Oldtimerfrühschoppen langsam aus.

 

 

 

Das Dorf Hastrungsfeld wurde erstmals 1143 als "Hastarofeld" erwähnt. Das Bestimmungswort könnte zu agasta "Elster" oder heister "Hainbuche" gehören.

Weil aber der Begriff agasta in Thüringen nicht heimisch ist, muss man heister "Hainbuche" annehmen. Namen auf "-feld" beziehen sich nicht auf die heute übliche Bedeutung "Acker", sondern auf die allgemeine und zusammenfassende Bedeutung "Gefilde".

Burla

Die erste urkundliche Erwähnung von Burla erfolgte im Jahr 1143. Die Kirche in Burla verdankt ihre Entstehung - wie die meisten Kirchen in Thüringen - der Christianisierung durch irische Mönche im Zeitraum von 700 bis 1000.

Ein bedeutsamer Gegenstand der Burlaer Kirche aus dem Mittelalter bzw. aus vorreformatorischer Zeit ist die Glocke, die ursprünglich zum liturgischen Geläut der Kirche gehörte, aber jetzt als Schlagwerk der Burlaer Turmuhr dient. In gotischen Buchstaben trägt sie die Namen der Heiligen drei Könige, Caspar, Melchior und Balthasar. So könnte man die Burlaer Kirche als "Kirche der Heiligen drei Könige" bezeichnen.

 

Direkt am Fuße des Hörselberges an der Hörsel gelegen, liegt der älteste Ort im Hörseltal - Sättelstädt. Der Ort kann auf eine über 1000jährige wechselvolle Geschichte zurückblicken. 

Sättelstädt wird erstmals urkundlich als "Sedinstede" in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Hersfeld im Jahre 1005 erwähnt. Der außergewöhnliche Ortsname geht auf die Reinswig-Sage zurück.

Auch die Sage um den Ritter Waltmann von Sättelstädt aus der Zeit des Landgrafen Ludwigs IV. (1200 - 1227) ist dem Ort zuzuordnen. Der Straßenname "Ritter-Waltmann-Weg" erinnert an diese Überlieferung.

die alte SchuleIn Sondra - dem südlichsten Ortsteil der Gemeinde Hörselberg-Hainich - haben die 153 Menschen einen idyllischen Platz inmitten eines Natur- und Wasserschutzgebietes gefunden.

Es ist eines der noch intaktesten Waldhufendörfer unserer Region, eingebettet in das Tal der Emse.

Das ehemalige Schulhaus wird heute als Dorfgemeinschaftshaus genutzt.

 

Kälberfeld

Der Ortsteil Kälberfeld liegt an der Bundesstraße 7, die von Eisenach nach Gotha verläuft.

Kälberfeld ist ein traditionsreiches Bauerndorf, welches, eingebettet in einer Hügellandschaft, im Tal der "Hörsel" liegt und erstmals im Jahre 1318 urkundlich Erwähnung fand.

Wahrzeichen von Kälberfeld ist die Lutherkirche. Die alte Kirche zu Kälberfeld befand sich am Hörselufer und war in vorreformatorischer Zeit im romanischen Stil errichtet. Heute erinnern nur die in die Grundmauern der neuen Kirche übernommenen Steine und die beiden 1748 bzw. 1802 gegossenen Glocken an dieses Bauwerk. Die Anfang des 19. Jahrhunderts errichtete Lutherkirche liegt anmutig auf der das Tal beherrschenden Höhe und bietet einen Blick auf den Hörselberg und talabwärts auf die Wartburg bei Eisenach. Damit die Schönheit dieser Kirche nicht nur tagsüber wahrgenommen werden kann, wird sie seit 1993 in den ersten Nachtstunden und den frühen Morgenstunden von weitem sichtbar angestrahlt.