Feuerwehr Sättelstädt/Sondra
Im Einsatz für zwei Orte – die Feuerwehr Sättelstädt/Sondra stellt sich vor
Die heutige Freiwillige Feuerwehr Sättelstädt-Sondra kann auf eine beeindruckende Geschichte zurückblicken. Bereits 1855 wurde die Feuerwehr in Sättelstädt gegründet, Sondra folgte 1895. Im Jahr 2004 erfolgte die Fusion beider Ortsteile – ein Zusammenschluss, der sich bis heute bewährt hat. 1975 wurde die Wehr zur Stützpunktfeuerwehr im damaligen Kreis Eisenach ernannt – ein Zeichen ihrer großen Bedeutung für den Brand- und Katastrophenschutz im Hörseltal. Heute ist sie eine von drei Kernfeuerwehren der Gemeinde Hörselberg-Hainich.
Die Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg prägten die technische Entwicklung der Wehr maßgeblich – mit zentral zugewiesenen Fahrzeugen, strukturierten Ausbildungen und wachsender Verantwortung. So wurde in den 1930er-Jahren die damalige, von Pferden gezogene Feuerspritze durch eine Motorspritze (eine DKW-Zweitaktpumpe) ersetzt und gegen 1950 kam eine Tragkraftspritze TS8 zum Einsatz. In den 1970er-Jahren erhielt die Feuerwehr Sättelstädt ein LF8 und einen Schlauchanhänger mit 500 Metern Druckschläuchen, was damals eine Besonderheit im ländlichen Raum darstellte. Im Jahr 1957 wurde in Sondra eine Handdruckspritze durch eine Tragkraftspritze des Typs TS8 ersetzt, welche bis zum Zusammenschluss in Betrieb war.
Historisch bedeutende Einsätze wie die Großbrände in der Agrargenossenschaft Burla und in Sondra im Jahr 1956 oder der Brand in Hastrungsfeld im Jahr 2020 haben das Einsatzgeschehen ebenso geprägt wie die Hochwasserlagen 1974, 1981 und 1994 und zeigen eindrucksvoll, wie wichtig eine einsatzfähige Feuerwehr für die Region ist – gestern wie heute.
Heute besteht die Feuerwehr aus 22 aktiven Mitgliedern und 13 Angehörigen der Alters- und Ehrenabteilung. Besonders stolz ist man auf die eigene Kinder- und Jugendfeuerwehr mit 31 Mitgliedern, darunter 14 Mädchen und 17 Jungen.
Die Feuerwehr trifft sich alle drei Wochen freitags um 20:00 Uhr zur Ausbildung. Zusätzlich gibt es am ersten Mittwoch im Monat einen Technischen Dienst für Pflege, Wartung und kleinere Umbauten. Dabei kommen neben klassischer Ausbildung auch der Austausch und das Miteinander nicht zu kurz – sei es bei Grillabenden, gemeinsamen Feiern oder Vereinsveranstaltungen.
Die Feuerwehr & der Feuerwehrverein organisieren oder begleiten zahlreiche Veranstaltungen: Osterfeuer, Weihnachtsbaumverbrennung, Martinsumzug, Kinderfeste und vieles mehr – oft gemeinsam mit den Vereinen vor Ort. Trotz der starken Nachwuchsarbeit bleibt der Mitgliedermangel eine Herausforderung, besonders für die Einsatzabteilung. Umso wichtiger ist es, das Ehrenamt sichtbar und zugänglich zu machen – für Jung und Alt, für Technikinteressierte wie für Organisationstalente.
| Wehrführer: | Alexander Wittenberg |
| stellv. Wehrführer: | Pierre Almeroth |
| Gerätewart: | Christoph Sagner |
| Jugendarbeit: | Sweta-Sophie Krieg, Pierre Miege, Thomas Krieg, Pascal Steinmetz |
| Feuerwehrverein: | Maximilian Koester |
Gerätehaus

Das Gerätehaus, gebaut zwischen 1970 und 1974 (durch viele freiwillige Helfer), wurde 2015 umfassend modernisiert. Es bietet getrennte Umkleiden, Lagerräume im Haus. Ein Schulungsraum ist im benachbarten Vereinshaus vorhanden.
Fahrzeuge

Löschgruppenfahrzeug (LF 10/6)
Mercedes Fahrgestell mit Rosenbauer Aufbau
Baujahr 2004
Gruppenbesatzung

Tanklöschfahrzeug (WaWe 4000)
Mercedes Fahrgestell mit Carl Metz Aufbau
4000 Liter Löschwasser
Baujahr 1975
Staffelbesatzung
Bild folgt